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April 2002 |
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«Einblick» auf die Schönheit
Gebenstorf Ausstellung von Armin
Strittmatter im Gemeindesaal
Obwohl Armin Strittmatter seit acht Jahren in Gebenstorf ansässig
ist, präsentiert er seine Werke zum ersten Mal in Form einer
öffentlichen Ausstellung in seiner Wohngemeinde. Wir sind überrascht vom grossen Aufmarsch», meinte
Kulturkommissionspräsidentin Margrit Vogt in ihren einleitenden
Worten, «das sind wir uns nicht gewohnt.» Über hundert
Gäste waren trotz herrlichstem Grillwetter zur Vernissage in
den Gemeindesaal gekommen. Dass sich unter der zahlreichen
Vertreterschaft aus der lokalen Prominenz der Kultur- und Politikszene
auch eine Ex-Miss eingefunden hatte, war allerdings auf die privaten
Beziehungen des ebenfalls anwesenden Gebenstorfer Gemeindeschreibers
Stefan Gloor zurückzuführen. Er ist mit der Mutter der aus
Untersiggenthal stammenden Miss Schweiz 2000, Mahara McKay, befreundet.
Die Schöne zeigte sich denn auch ebenso mega-begeistert von den
Werken Armin Strittmatters wie von der verblüffenden Gestaltung
der Ausstellungspräsentation: «Meine Mutter hat gesagt,
er malt schöne Bilder, komm doch auch», lächelt sie,
«es hat sich wirklich gelohnt.»
Auch Nationalrat Melchior Ehrler wies in seiner Laudatio auf die Schönheit
hin: «Mahara hat mit Schönheit zu tun, genauso wie Strittmatters
Bilder.» Die Werke des Gebenstorfer Künstlers verinnerlichen
die Harmonie zwischen Farben und Formen, vereinen die verschiedensten
Techniken und Materialien. Strittmatters Fähigkeit, sinnliche
Rot-, kräftige Blau- und satte Gelbtöne mit filigranen Konturen
zu verbinden, lassen eine harmonische, ruhig schwebende Spannung entstehen,
es sind Bilder, die den Betrachter unweigerlich in ihren Bann ziehen.
«Einblick», lautet der tiefgründige Titel
der Ausstellung. «Ein Blick» in einen kargen Holzkubus
mit Loch erwartet den Besucher im Vorraum des Gemeindesaals zunächst.
Ein Blick hinein fokussiert das Auge, schärft die Sinne des Kunstbetrachters
für die Komposition des Werkes, perfektes Licht verstärkt
das Erlebnis. Auch beim Eintritt in den grossen Saal wiederholt sich
das Ausstellungsmotto eindrücklich, provokativ. Auf einen Blick
ist alles ersichtlich - um aber wirklich alles zu sehen, muss man
um verschiedene Ecken gehen - Einblick nehmen eben.
Trotz der vielen Erfolge und Auszeichnungen, die er in jüngster
Zeit auch auf internationalem Parkett verzeichnet, freut sich Armin
Strittmatter besonders, mit dieser Ausstellung in Gebenstorf seine
Werke dem Nachbarn, Bekannten und Kollegen aus dem eigenen Dorf näher
zu bringen. Strittmatter ist bei allem ein bescheidener Künstler
geblieben, gesellig, kollegial, mit einem gesunden Selbstvertrauen,
ein weltoffener Geist, ein sensibler Künstler, der in kommunaler
wie in globaler Ebene zu Hause ist. (lw) Ausstellung:
Gemeindesaal Gebenstorf bis 18. Mai. Öffnungszeiten jeweils Freitag,
18 bis 20 Uhr; Samstag 16 bis 20 Uhr; Sonntag 10 bis 12 und 14 bis
16 Uhr. «Vinissage» in Anwesenheit des Künstlers
am 18. Mai 14 bis 16 Uhr.
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