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11. September 2002 |
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Malerische Hoffnungsschimmer
GEBENSTORF/ROM · Armin Strittmatter stellt zum ersten Mal in
Italien aus Der Gebenstorfer Kunstmaler Armin Strittmatter
ist in der Schweiz längst kein Unbekannter mehr. In letzter Zeit
erhält er zunehmend Einladungen aus dem Ausland. Die Vernissage
zu einer Ausstellung in der renommierten Römer Galerie Tondinelli
findet heute Abend statt. Nicht ganz zufällig hat die
Galeristin Floriana Tondinelli das heutige Datum gewählt. Die
Einzelausstellung Strittmatter steht unter der Überschrift «Frammenti
di luce dopo l’11 settembre 2001» oder «Fragmente
des Lichts nach dem 11. September 2001». Es gibt wohl kaum jemanden,
der sich nicht an die schrecklichen Bilder erinnert, die vor genau
einem Jahr die Welt erschütterten. 20 ausgewählte Werke
des Gebenstorfer Künstlers, alle zum zentralen Thema «Licht»,
sollen an die Ereignisse erinnern und zugleich Hoffnung vermitteln;
oder mit den Worten der Galeris-tin ausgedrückt: «Das Licht,
wie es durch die Schaffenskraft der Menschheit und deren soziale,
demokratische, tolerante und weltoffene Moral erstrahlt.»
Unter dem Patronat der Botschaft Für den 43-jährigen,
aus dem Süddeutschen Raum stammenden Kunstmaler hat der Auftritt
eine ganz besondere Bedeutung. Denn das Patronat über die Ausstellung
übernimmt niemand geringerer als die Schweizer Botschaft in Rom.
Und zur heutigen Vernissage wurden von der Botschaft 200 Einladungen
an in Rom lebenden Schweizerinnen und Schweizer versandt. «Ob
der Botschafter selber kommen wird, weiss ich natürlich nicht»,
lacht Strittmatter, «sicher ist nur, dass jemand da sein wird;
wenn der Kulturattaché käme, würde es mich natürlich
besonders freuen.» Rom ist bereits die zweite wichtige
ausländische Stadt, in der im selben Zeitraum Werke des Gebenstorfers
zu sehen sind. Erst am 29. August hatte er eine Ausstellung in Berlin
eröffnet. Anwesend war Franziska Heimgartner, Botschaftsattachée
für Kultur in Berlin. «Es war ein grosser Erfolg»,
erklärt Strittmatter, «in einer Stadt wie Berlin, in der
es unzählige Galerien und Museen gibt, zu bestehen, ist schon
etwas Besonderes.»
Intensiv sinnliche Farben
Der Autodidakt Armin Strittmatter kommt von der gegenständlichen
ÖlMalerei her, inzwischen hat er sich der abstrakten Kunst zugewandt.
Einen «Strittmatter» erkennt man oft auf den ersten Blick:
Es sind quadratische Bilder; die Liebe des Künstlers zu intensiv
sinnlichen Rot-, Blau- und Gelbtönen zeigt sich in beihnahe allen
Werken. Auffällig sind auch die Strukturen, die er seinen Farben
verpasst. Er malt mit Pinsel, Schwamm und den blossen Händen.
Es kann auch einmal ein Kamm sein oder eine Bürste und natürlich
gehts nicht ganz ohne Pinsel und Spachtel. Strittmatter verwendet
heute meistens Acrylfarbe und Autolack, zwei Materialien, die sich
scheiden und die eine besondere Technik erfordern. Für den Gebenstorfer
bedeuten Berlin und nun Rom - eine Anfrage aus Salzburg liegt ebenfalls
vor - ein weiterer Schritt auf dem Weg zum Durchbruch. Für ihn,
den trotz aller schnellen Erfolge bescheiden gebliebenen Künstler,
kommt diesem Wort jedoch eine andere Bedeutung zu: «Ich sehe
meinen Durchbruch noch nicht, Durchbruch ist dann, wenn ein Museum
auf mich zukommen wird und meine Bilder ohne kommerzielle Absichten
zeigt.» Armin Strittmatter wird seiner Aufgabe als Vertreter
schweizerischen Kunstschaffens in Zusammenhang mit den Ereignissen
des 11. September 2001 ohne Zweifel mit Bravour nachkommen. (lw)
Frammenti di luce dopo l’11 settembre 2001 Einzelausstellung
des Schweizer Avantgarde-Künstlers Armin Strittmatter, Gebenstorf;
Galleria Tondinelli, Via Quattro Fontane, Rom, 11. bis 29. September.
Ausdrucksstark Strittmatters Werke leben
von intensiv-sinnlichen Farbtönen.
Erfolgreich Armin Strittmatter eröffnet heute die Ausstellung
in Rom. |
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