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April 2005 |
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Künstler fasziniert mit leuchtenden
Bildern
Leibstadt (ed) – „Kunst im
KKL-Informationszentrum“ bietet noch bis 12. Juni einen Einblick
in das Schaffen des in Gebenstorf wohnhaften Malers Armin Strittmatter.
Man darf von einer Art Heimspiel reden, um den Vergleich zum Sport
zu wagen. Armin Strittmatter ist in Lauchringen just ennet der Grenze
aufgewachsen. Sein Atelier steht in Gebenstorf und verwandtschaftliche
Beziehungen ziehen die Fäden bis ins Aaretal. So erstaunt es
nicht, dass sich am Donnerstagabend weit über hundert Personen
im Rahmen einer stimmungsvollen Vernissage in Leibstadt das Stelldichein
gaben.Zwischenzeitlich ein Mann von WeltNach viel beachteten Auftritten
in Metropolen dieser Welt wie Paris, Wien, New York, München,
Berlin, Rom oder Salzburg sowie „natürlich“ auch
in der Deutschschweiz ist Armin Strittmatter im KKL-Informationszentrum
mit gegen dreissig seiner Bildern präsent. Der 1959 geborene
Strittmatter ist im Jahr 2000 von der Académie Française
für sein Werk mit dem „Diplome de Médaille d’Argent“
ausgezeichnet worden. Nun führt er im Zurzibiet vor Augen,
welche Faszination abstrakte Kunst auslösen vermag.
Eintauchen in eine packend-expressive
Farbenwelt
Rosmarie Mehlin, Journalistin aus Baldingen, hielt mit ihrer Einführung
Schritt mit dem hohen künstlerischen Niveau Strittmatters;
sprachlich gekonnt, rethorisch geschickt und inhaltlich mit Gehalt
sowie Ironie gefüllt. Sie schilderte die Werdegang des Künstlers.
Von Kindheit an von der Welt der Farben angezogen, begann er früh
zu malen. Mit elf Jahren stellte er im Schulhaus aus. Der Ausbildung
als Kaufmann folgten einige Jahre Berufspraxis, die ihm nach eigenen
Worten als Freischaffender noch viel einbringen. Während ursprünglich
vor allem Landschaftsbilder und Porträts entstanden, hob er
vor rund 16 Jahren die Gegenständlichkeit aus und wandte sich
der Abstraktion zu. Sie erlaubte ihm Form und Farbe gleichermassen
zu bändigen und Bilder von mitreissender Kraft und Ästhetik
zu schaffen.
Der Weg ist das Ziel
Armin Strittmatters Augen beginnen zu leuchten, wenn er von seiner
„Arbeit“ berichtet. Er experimentiere mit Farben, Formen
und Techniken. Die Kombination von Kunstharz-Lacken und Acrylfarben
löst chemische Reaktionen aus, die immer wieder neue Wege öffnen.
Zu Beginn wisse er nicht, wo er lande und was schlussendlich entstehe.
Ganz zu schweigen vom Namen des Bildes. Diesen fügt er, wenn
überhaupt, zumeist erst nachträglich bei, wenn das Werk
auf ihn wirke! Zwischen Kopf und Bauch habe es bei ihrem Atelier-Besuch
zu flirren begonnen, führt Rosmarie Mehlin aus. Ob es wegen
der packend-expressiven Farben, der wirren, feinen Linien oder den
geraden kräftigen Strichen war? Oder wirkten die scheinbar
wahllos zusammenkomponierten Einzelteile, die letztlich zu einem
harmonischen Ganzen wachsen?
Aufschlussreich ist der Hinweis, dass Strittmatter, selbst begeisterter
Musiker am Schlagzeug, gerne mit Musik im Hintergrund malt. Sie
reisse ihn mit, sie wirke tatsächlich wie eine Droge. Und wörtlich:
„Das beste ist immer das Resultat des Improvisierens.“
Vernissage mit viel Ambiente
Das Akustikduo „The Rainmakers“ aus Bremgarten wartete
am Donnerstag mit Live-Musik auf. Marcel Schwegler und Hans-Ruedi
Bossart verfügen über ein buntes Repertoire aus Pop, Jazz,
Folk und einer gehörigen Portion Freude am Musizieren mit Gitarren
und gelegentlich Kontrabass. Walter Piller, Leiter des KKL-Informationszentrums,
führte durch die Vernissage, welche im Rahmen von „Kunst
im KKL“ würdig an die Kette früherer Ausstellungen
anschloss. Die Ausstellung ist täglich geöffnet.
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