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Mai 2005 |

Der Künstler Armin Strittmatter und Rosmarie Mehlin, welche
anlässlich der Vernissage in die Ausstellung einführte.
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Vom Chaos zur
faszinierenden Harmonie
Leibstadt Vernissage im Infozentrum des Kernkraftwerks Leibstadt
mit Armin Strittmatters Werken.
Im runden Glasbau auf dem Vorgelände des Kernkraftwerks Leibstadt
ist bis zum 12. Juni der Gebenstorfer Maler Armin Strittmatter
zu Gast. Die Rede ist nicht von einer leibhaftigen Präsenz,
wohl aber von der sympathischen Begegnung mit gegen 30 seiner Werke.
Sie habe bei ihrem ersten Kontakt mit dem Künstler den Mund
kaum mehr zugekriegt, gestand Rosmarie Mehlin, in Baldingen wohnhafte
AZ-Journalistin, anlässlich ihrer von wohlverdientem Applaus
begleiteten Einführung am Donnerstagabend vor einer guten
Hundertschaft von Gästen. «War es wegen der packend-expressiven
Farben, der wirren, feinen Linien oder der geraden, kräftigen
Strichen?», stellte Rosmarie Mehlin die Frage in den Raum.
Und weiter resümierte sie mit Blick auf die Bilder: «Ein
wie hingeworfener Punkt in der Mitte, ein spannendes Dreieck oder
dort ein Papierfächer - scheinbar wahllos zusammen komponiert
und letztlich zu einem harmonischen Ganzen gewachsen.»
suchend unterwegs
Rosmarie Mehlin verlieh Strittmatter
das Etikett eines Menschen mit einer Mischung von gesundem Selbstbewusstein
und unkomplizierter Bodenhaftung. Er experimentiert in seinem
Atelier mit Farben, Formen und Techniken. Die Kombination von
Kunstharz-Lacken und Acrylfarben löst spannende chemische
Reaktionen aus. Mit den Händen, einem Schwamm oder einem
Spachtel trägt er die Materialien auf die Leinwand auf;
nie wissend, wo er am Ende landet. Der leidenschaftliche Schlagzeuger
Armin Strittmatter zieht einen Vergleich zum Musizieren, wo «das
Beste das Resultat des Improvisierens darstellt». Erst
herrsche ein Chaos und irgendwann später stünden Leinwand
und Farbe im Einklang, ja in Harmonie, verriet der Künstler
im Gespräch.
Er bändigt Farben und Formen
Armin Strittmatter ist Autodidakt. Der
gelernte Kaufmann mit einigen Jahren Berufspraxis bekam das Talent
in die Wiege gelegt, stellte mit elf bereits im Schulhaus aus
und wagte Jahre später den Sprung hin zum Freischaffenden.
Ursprünglich der gegenständlichen Malerei verpflichtet,
stand er vor zwischenzeitlich 16 Jahren am Wendepunkt hin zur
Abstraktion, zur Auseinandersetzung mit leuchtenden Farben und
freien Formen. Sein enormes Potenzial an Phantasie und Kreativität
blieb der Fachwelt nicht verborgen. Unzählige Ausstellungen
im In- und Ausland liegen hinter ihm und im Jahr 2000 fiel ihm
von der Académie Française für sein Werk das «Diplome
de Medaille d’Argent» zu.
Als Vertreter des Kernkraftwerks eröffnete der Leiter des
Informa tionszentrums, Walter Piller, die Vernissage. Auch wenn
die Verfügbarkeit des Generators derzeit auf die Stimmung
drücke, habe das Unternehmen die Tradition solcher Ausstellungen
nicht stoppen wollen. Der Publikumsaufmarsch war höchst erfreulich
und die Begeisterung ob der Werke Armin Strittmatters schlicht
und ergreifend gross. Für die gediegene, wohlklingende Umrahmung
sorgte das Gitarrenduo «The Rainmakers» aus Bremgarten.
(eo.)
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